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Sicherheit vor Viren & Schadsoftware
IT-Sicherheit 6 Min. Lesezeit

Sicherheit vor Viren & Schadsoftware

Sicherheit vor Viren & Schadsoftware – So schützen Sie Ihre Geräte effektiv

Laut Statista wird der österreichische Cybersecurity-Markt im Jahr 2025 einen prognostizierten Umsatz von knapp 520 Millionen Euro verzeichnen. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn die Bedrohungslage im Bereich der IT-Sicherheit ist hoch. Viren, Trojaner, Ransomware, Schadprogramme und Hackerangriffe gehören leider längst zu unserem Alltag. Sie können Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen treffen. Doch niemand ist der Gefahr aus dem Netz schutzlos ausgeliefert. Denn es gibt eine Menge Maßnahmen, die jeder selbst ergreifen kann, um sich und die eigenen Geräte zu schützen.  

Die größten digitalen Bedrohungen verstehen

Cyberkriminalität mag etwas Abstraktes sein und viele Menschen glauben nicht daran, dass sie selbst einmal Opfer einer Attacke werden könnten. Doch schon der Klick auf einen falschen Link oder die Eingabe der eigenen Kreditkartendaten auf einer dubiosen Webseite kann verheerende Folgen haben. In den letzten Jahren hat sich eine regelrechte Industrie im Bereich der Cyberkriminalität gebildet. Es sind längst nicht mehr nur einzelne Hacker, die vor Ihrem PC sitzen und in fremde Netzwerke eindringen. Nein, heute lässt sich Ransomware bereits „as a Service“ kaufen oder Angriffe laufen mit KI-Unterstützung ab. Dahinter stecken international agierende Banden mit einer hohen Schlagkraft. Die Maßnahmen der Angreifer sind vielfältiger denn je geworden. Sie setzen unter anderem auf folgende Maßnahmen:
  • Phishing-Mails, die mit Links auf dubiose Seiten locken
  • Manipulierte Webseiten, die zur Dateneingabe verleiten
  • Infizierte Downloads, die einen Computer mit Trojaner, Viren und anderen Schadprogrammen versehen
  • Programme, die ein System verschlüsseln und unbrauchbar machen
Die Liste der verschiedenen Arten von Schadsoftware ist lang: Viren, Würmer, Trojaner, Spyware, Adware, Ransomware. Und die Folgen können verheerend sein. Oft geht ein Angriff mit dem Verlust von Daten einher. Wer vorher nicht ans Back-up gedacht hat, hat dann ein ernsthaftes Problem. Das gilt vor allem im geschäftlichen Kontext. Bei Unternehmen droht ein Betriebs- oder Produktionsausfall, wenn es die Angreifer ins Firmennetz geschafft haben. Hinzu kommen mögliche Erpressungen oder Reputationsschäden, wenn der Fall an die Öffentlichkeit gelangt. Das gilt vor allem dann, wenn Kundendaten betroffen sind und diese öffentlich im Netz einsehbar sind.  

IT-Sicherheit: So gelingt die Prävention

Die gute Nachricht lautet: Sie sind den Gefahren aus dem Netz nicht schutzlos ausgeliefert. Denn es gibt eine Menge Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können – und zwar im beruflichen und im privaten Kontext.  

Regelmäßige Updates und ein solider Virenschutz

Regelmäßige Updates von Betriebssystem und Software schützen Ihre Systeme. Der Fachbegriff dafür lautet Patch-Management. Immerhin sind nicht aktualisierte Systeme ein gängiges Einfallstor für Hacker. Immer wieder schaffen es solche Fälle sogar in die Medien und verursachen bei den betroffenen Unternehmen einen großen Schaden. Also schieben Sie das Update beim nächsten Mal nicht auf die lange Bank, sondern installieren es sofort. Ein aktueller Virenscanner mit Echtzeitschutz erkennt Viren und macht sie unschädlich. Eine Firewall schützt Hardware und Software. Firewalls können für unterschiedliche Bereiche im Unternehmen unterschiedlich konfiguriert sein und besonders sensible Bereiche extra sichern. Die Nutzung offizieller App-Stores und Herstellerseiten reduziert das Risiko eines Virenbefalls zusätzlich.  

Die Sensibilisierung der Mitarbeiter

In Unternehmen tragen Mitarbeiterschulungen und Tests zur Sensibilisierung der Belegschaft bei und helfen dabei die Gefahren durch Phishing-Mails und Social Engineering gering zu halten. Mitarbeiter, die regelmäßig Phishing-E-Mails als Test erhalten, sind für die Gefahr sensibilisiert und bilden eine wirksame Barriere gegenüber Angriffen aus dem Netz. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter auch für die Gefahren des Social Engineerings. Dabei geht es um die Kontaktaufnahme in Sozialen Netzwerken, bei denen es das Ziel ist, sensible Daten über das Unternehmen oder Zugang dazu zu erhalten. Die Methoden sind inzwischen sehr ausgefeilt und die Gefahr dieser Art der Cyberattacken zu jeder Zeit gegeben.  

Passwörter und andere Sicherheitsmaßnahmen

Unternehmen sollten heute auf eine solide Passwortstrategie setzen und es ihren Mitarbeitern nicht erlauben, zu einfache Passwörter zu verwenden oder die Passwörter mit anderen zu teilen. Sichere Passwörter machen Angreifern das Leben schwer und können hohen Schaden abwenden. Die Multi-Faktor-Authentifizierung ist ein zusätzliches Sicherheitselement. Sie bedeutet, dass ein Login neben dem Passwort über einen zweiten Faktor (z.B. eine App auf dem Handy) verifiziert werden muss. Das reduziert die Gefahr durch Hacking enorm.  

Sicheres Verhalten im täglichen IT-Alltag

Jeder und jede kann dazu beitragen, dass der eigene Alltag mit Laptop, Tablet und Smartphone (IT-)sicherer wird. Dabei können die folgenden Tipps helfen:
  • Misstrauen Sie grundsätzlich unbekannten Absender, auch wenn eine E-Mail echt wirkt
  • Geben Sie keine sensiblen Daten wie Ihre Kontonummer oder Kreditkartendaten über unsichere Kanäle weiter
  • Sicheren Sie Ihre Daten regelmäßig mit Back-ups, z.B. auf externen Cloud-Speichern
  • Schützen Sie Ihre mobilen Geräte, z.B. mit Displaysperren (biometrisch oder mir PIN), Gerätemanagement oder der regelmäßigen Überprüfung von App-Berechtigungen
  • Wenn Sie ein öffentliches WLAN nutzen, loggen Sie sich nur über einen VPN-Zugang ein
  • Für Unternehmen: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig und sensibilisieren Sie sie für das Thema IT-Sicherheit
 

Was tun im (IT)-Ernstfall?

Sind Sie trotz aller Präventionsmaßnahmen Opfer eines Angriffs geworden, ist schnelles Handeln wichtig. Trennen Sie als Erstes die Internetverbindung Ihres Geräts (oder Ihrer Geräte) und isolieren es damit vom Netz. Damit kann meistens ein größerer Schaden verhindert werden. Führen Sie dann einen Virenscan durch und kontaktieren Ihren IT-Dienstleister. Die Experten wissen, was zu tun ist und stehen Ihnen für weitere Maßnahmen zur Seite. Nach dem Vorfall gilt es, verlorene Daten zu retten und den Zustand des Systems wiederherzustellen. Wenn es regelmäßige Back-ups gibt, ist dieser Schritt in den meisten Fällen schnell erledigt und Systeme sind in kurzer Zeit wieder arbeitsfähig. Anschließend geht es darum, die Sicherheitslücken im Unternehmen zu analysieren und zu schließen. Natürlich kostet IT-Sicherheit Geld. Dennoch zahlt es sich aus, auf präventive Maßnahmen zu setzen, um eine Wiederholung zu verhindern.  

Fazit

Die Gefahr durch Viren und Schadsoftware ist real. Das gilt für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen. Doch mit den richtigen Präventionsmaßnahmen, einem bewussten Sicherheitsverhalten und einem klaren Plan für den Notfall lässt sich das Risiko für die eigene IT erheblich reduzieren. Ob regelmäßige Updates, starke Passwörter oder Sensibilisierung der Mitarbeiter: Jeder einzelne Schritt erhöht den Schutz Ihrer Daten und Systeme. Sollte es dennoch zu einem Sicherheitsvorfall kommen, zählt schnelles Handeln und die Unterstützung erfahrener IT-Spezialisten. So bleiben Sie auch in einer zunehmend digitalen Welt gut gerüstet und können sich auf das Wesentliche konzentrieren: Ihre Arbeit und Ihre Sicherheit.
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Patrick Hofer

NORIX IT Support & Webdesign – Ihr IT-Partner in Wien

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